Hab mir vor paar Tagen, in dem was jetzt überall „Modernes Antiquariat“ heißt, Die Kunst der weiblichen Unterwerfung von Claudia Varrin gekauft. Eigentlich weiß man ja spätestens seit Lou Paget (Wobei: Alex Comfort war schon viel früher, allerdings weit vor meiner Zeit, seltsam), dass man um Ratgeber besser einen weiten Bogen macht. Ist ja irgendwie auch sonderbar, zum Ficken eine Anleitung zu benötigen. Aber dann hofft man doch auf neue Inspirationen oder zumindest Unterhaltung und es hat ja nur noch drei Euro gekostet und überhaupt.
Hab’s dann am nächsten Tag bei Amazon weiter verkauft. Sogar für einen Euro mehr. Dabei hab ich es sogar quer gelesen, was vielleicht ein Fehler war, vielleicht ist das Buch nicht so schlimm, wenn man es im Ganzen liest, aber soweit ich darin gelesen habe, begann jedes Kapitel mit der Metapher vom „dunklen Garten der BDSM-Erotik“. Und einzelne Praktiken waren dann natürlich die „Pflanzen im dunklen Garten der sadomasochistischen Erotik“. Das war mir irgendwie zu viel. Tacker mich, mein Nachtschattengewächs.
Faszinierend fand ich allerdings auch die Vorschläge für Rollenspiele. Das reichte von Mädchen-vom-Land und Stadtmensch, über Frau-in-Not und Feuerwehrmann (Mein Weltbild ist erschüttert) über Satyr und Nymphe bis hin zu Libertin und „Holde Maid“. Vor allen letzteres Beispiel ist interessant, X. hat nämlich unsere Zweisamkeit vor einigen Tagen mit einem Werk de Sades verglichen (Intellektuelle wir sind). Nein, er meinte nicht die „120 Tage von Sodom“, vermutlich dachte er eher an „Die Philosophie im Boudoir“. Natürlich ohne Minderjährige.
1 Kommentar
20. Juni 2009 um 9:09
ich habe mir auch vor einiger Zeit „die kunst der weiblichen unterwerfung“ gekauft und ich habe nach knapp 2/3 aufgehört zu lesen, hatte immernoch hoffnung das es besser wird!
naja…hab dann mit „die kunst der weiblichen dominanz“ angefangen, ist besser geschrieben, nicht so ne schnick schnack mit dem „dunklen garten“ und sind auch beide seiten gut beschrieben….mal schaun.
am meisten beeindruckt, von ihren 3erschienen büchern, war u bin ich bin „das tagebuch der madelaine“
ist ihre eigene erfahrungsgeschichte über ihre devote seite, sehr schick!