5. April 2009...7:01

Rock und Hose

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Öfters, wenn es bei Verabredungen darum ging, was ich tragen würde, kam als Hinweiß, dass Rock ja eine gute Idee wäre. Das ist sehr klischeelastig, aber auch interessant. Für mich spielt es keine allzu große Rolle, ob ich Rock oder Hose trage. Meine Bewegungsfreiheit wird durch einen Rock nicht eingeschränkt, kommt doch eher selten vor, dass man das Bedürfnis hat, einen Handstand zu machen und auch mit Barhockern lernt man sehr schnell umzugehen. Ich fühle mich auch nicht an- oder aufgreifbarer, wenn mich kein Hosenboden von der Umwelt trennt. Zum einem stimmt es je nach Jahreszeit nicht, im Winter gehören Strumpfhose oder Leggins dazu, zum anderen ist es in der Realität doch eher unwahrscheinlich, aufgrund der Kleidungswahl freiwillig oder unfreiwillig zum Opfer zu werden. Das einzige, was wirklich einen Unterschied ausmacht, ist die Reaktion des anderen Geschlechts. Man bemerkt weit mehr Blicke als in Hosen und ich bin mir nicht sicher, ob es an irgendwelchem Kopfkinofilmen oder allein aufgrund der Signalwirkung geschieht, ähnliche wie die Farce von der Natürlichkeit, die angeblich so erstrebenswert ist, jedoch nicht wahrgenommen wird, im Vergleich zu roten Nägeln und Lippen.

Also warum bekommt man im Rock mehr Beachtung als in Hosen, liegt es an dem Gedanken von der unkomplizierten Zugänglichkeit, an der Möglichkeit auf Freizügigkeit. Ich frage männliche Mitmenschen und erhalte Antworten wie: Schneller Sex. Wind. Der Gedanke, dass sie nichts drunter trägt. Man kann die Beine sehen, Beine sind sexy. Sie kann nicht so schnell weglaufen. Es betont die Figur besser. Kaum etwas dabei, was nicht zu erwarten war und das macht es eben bemerkenswert: Der Unterschied zwischen männlicher (und vielleicht auch weiblicher) Phantasie um etwas und die reale Wirkung. Das, was Frauen in Röcken interessant erscheinen lässt, wird nicht unbedingt auch von ihnen wahrgenommen. Warum man trotzdem Röcke trägt: Mode, Abwechslung zur Alltagskleidung, die mittlerweile überwiegend aus Hosen besteht und natürlich, um Beachtung zu erhalten. Dafür ist ein Rock-tragen kein Preis, im Vergleich zu schmerzenden Füßen durch High Heels oder Frisuren, die so fragil sind, dass man den Kopf nicht bewegen kann.

7 Kommentare

  • Röcke signalisieren aus männlicher Sicht in bestimmten Situationen sexuelle Verfügbarkeit, mehr als es Hosen tun. Und bei Ihren Vorlieben sollte Sie diese Einstellung nicht wundern.
    Männer können – ganz entsprechend dem Klischee – in bestimmten Lagen besser gucken als denken. Ich nehme mich da nicht aus.

    • Hallo,

      ich finde es schade daß alle Frauen nur noch in Jeans rumlaufen.
      Die Frau sollte wieder mehr Röcke und Kleider anziehen, denn dies signalisiert Seriosität, Weiblichkeit und Ordnung.
      Wenn ich die Frauen im Sommer bei über 30 Grad Hitze in ihren Jeans sehe, geschmacklos. Muß dies eigentlich sein ?
      Auch unterhalb der Woche sollte die Frau wieder mehr Röcke bevorzugen und auf Jeans verzichten.
      Neulich sah ich eine Frau im seriösen kurzen Rock mit schicken Pulli und Mantel. So kleidet man sich noch weiblich und ansehbar. Da es nur 9 Grad waren umso besser. Frauen die auch bei kühlen Wetter Röcke tragen sind noch mutig und haben Stil.

      Vor ein paar Jahren hatten mich Frauen in Jeans noch angesprochen, doch dies ist vorbei.

      Also Frauen habt Mut und legt Eure Jeans in den Schrank.
      Sobald es wieder wärmer wird zeigt Bein und tragt nur noch Röcke und Kleider.

  • Frisuren, die so fragil sind, dass man den Kopf nicht mehr bewegen kann?

    Da geht wohl so einiges an mir vorbei, denn ich kenne so eine Frisur nur aus meiner Vergangenheit. Da trugen die Mütter so merkwürdige Hochfrisuren.

  • @Claudia: So was hab ich in letzter Zeit aber öfters gesehen, je nach Anlass. Vielleicht liegts an meiner Ungeschicklichkeit, aber bei mir hält so etwas nicht lange. Außer vielleicht wenn ich nichts mache, außer aufrecht zu sitzen.

    @Julian Kay: Die Gründe wundern mich nicht, nur die manchmal einseitige Wahrnehmung.

  • Ich als männliches Mitglied dieser Runde kann einfach nur sagen, dass ein Rock die Männer nicht wirklich immer mehr tangiert, als zum Beispiel eine enge Jeans etc.
    Letztendlich vermittelt aber ein Rock immer noch mehr Weiblichkeit – kommt natürlich auf den Rock und die darin befindliche Frau an…

  • Als Mann glaube ich, dass die Wahrnehmung von gut angezogenen Frauen immer noch geschlechtsspezifisch zu sehen ist:

    Auf uns Männer wirkt eine Frau im Rock (oder im Kleid) anziehend, da die Mehrzahl der Frauen den Rock mit viel Geschmack wählt. Die unendlichen Möglichkeiten der Kleidungswahl bei der Frau erlauben es dem weiblichen Geschlecht, nach eigenem Belieben aufzufallen und sich vom Rest der Frauen abzuheben. Dazu wirkt sich natürlich der Umstand aus, dass in Deutschland die Quote der Frauen, die überhaupt einen Rock trägt, zu den niedrigsten in der Welt gehört!

    Auf Frauen wirkt der Rock vermutlich etwas anders, weil sie mit der Handhabung dieses Kleidungsstücks schon seit ihrer Mädchenzeit vertraut sind und sich wesentlich mehr für Mode interessieren als wir Männer das tun. Da ist ein gegenseitiges kritisches Beäugen unvermeidlich!

    Jede Frau hat ein Stück weit das Ziel, von den Männern bewundert und von den übrigen Frauen beneidet zu werden, letzteres erklärt auch ein Stück weit den „Zickenkrieg“.

    Männermode dient im wesentlichen dazu, den Körper des Mannes bedarfsgerecht funktionell zu verhüllen.

    Frauenmode dient in gewissen Situatationen eben auch dazu, den Körper der Frau zu feiern!

    Erst wenn der Mann bereit ist, diese Zielsetzung der Frauenmode zu übernehmen – beispielsweise durch das Tragen von geschmackvollen Röcken – ist die Emanzipation der Geschlechter vollendet!

    Um es klarzustellen: Ich spreche mich hier nicht für Crossdressing aus! Ein Mann wird, egal was er trägt, immer ein Mann bleiben, ebenso wie die Frau im Hosenanzug auch eine Frau bleibt (egal wie maskulin der Hosenanzug nun auch immer wirken mag/soll).

    Daher scheue ich mich nicht, von Zeit zu Zeit öffentlich einen Rock zu tragen! Meine Erfahrungen damit sind fast ausschließlich positiv bis neutral. Abschätzige Kommentare habe ich bislang nicht wahrgenommen.

    Ach ja: Einen Rocktyp muss ich von den gemachten Aussagen ausnehmen: Wer einen bodenlangen Rock und dazu ein Kopftuch trägt, will vermutlich nicht attraktiv wirken. Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Frauen sollten mehr Röcke und Kleider tragen. Jeden Tag in Jeans ist doch nicht mehr attraktiv.
    Daheim kann man ja Jeans tragen, ebenso im Pub oder Kino aber ansonsten sollte eine Frau mit schöner Figur in erster Linie nur Röcke und Kleider tragen.
    Fühlen sich die Frauen überhaupt wohl in Jeans und T-Shirt und dann im Sommer da sollte man Röcke und Kleider durchgehend anziehen.
    Wie auch immer? Über Geschmack läßt sich streiten, leider hat die Deutsche Frau aber keinen Bezug mehr zu schöner Kleidung.


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