Nach zwei Stunden wusste er ziemlich viel. Die von mir bevorzugte Art, Körperbehaarung zu entfernen, meine Masturbationsgewohnheiten und wie ich gerne geküsst werde. Trotzdem saßen wir noch nebeneinander, mit einem Meter Sicherheitsabstand und in einem Haufen Konfetti, der früher Mal das Etikett der Bierflasche in meiner Hand war.
Irgendwann fragte ich, ob wir nicht einmal nachsehen wollen, was im Playroom los ist. Er war sofort dabei. Aber außer uns beiden, einer fülligen Domina in einem etwas zu knappen Lederkleid und ihrem kahlköpfigem Sklaven war niemand dort. Sie bat uns höflich, ihnen den Teil des Raums zu überlassen, sie wollten „spielen“.
Wir zogen uns in eine Ecke zurück, er setzte sich, ich küsste ihn. Meine Hand auf seinem schmalen Rücken fühlte sich so mächtig an, ich kam mir eher wie ein Mann vor, der einen anderen missbrauchen will, als das, was wir eigentlich waren. Hinter uns tuschelte es, man war sich unsicher, wie man mit dem Andreaskreuz umgehen sollte.
Später kniete ich zwischen seinen Beinen, sein Schwanz in meinem Mund. Von nebenan klatschte es. Die Domina machte laut „Hähähä“. Aus der Bar kam Panflötenmusik. Ich roch Waschmittel und schluckte. Er drückte mich an sich. Zitrusfrüchte und Waldbeershampoo.
1 Kommentar
11. April 2009 um 9:56
Das ist gut. Mir gefällt die absurde Atmosphäre und diese kleinen Details.