Hatte mir vorgenommen, keinen Spass zu haben. Um anschließend X. berichten zu können, wie einzigartig und authentisch das mit uns gewesen ist. Ich war sogar noch diszipliniert genug zu denken, ein weiteres „Leide für mich!“ würde zwangsläufig zum Rollentausch führen, dann wurde es jedoch und leider gut.
Mit M. fehlte der hierarchische Aspekt, das körperliche lag irgendwo zwischen sportlicher Herausforderung und 08/15-Rumvögeln. Mit X. war es gewaltig, als auch gewalttätig. Jetzt schien das Verhältnis von Lust und Schmerz durchkonstruiert, stimmig und spielerisch zu sein. Mal klemmte er mir die Nippel ab, behandelte sie grob, dann brachte er mich dazu, seinen Schwanz in den Mund zu nehmen, penetrierte mich auf diesen Weg hart. Er schlug mich, bis ich laut wurde und fickte mich, vorsichtig.
Ich mag die Distanz, wenn man sich noch nicht gut kennt. Wenn man noch überlegt, ob man sich küssen soll oder nicht, wenn noch unklar ist, wer die Initiative ergreift und wer welchen Einfluss auf das Geschehen hat. Wenn es noch mit Hemmungen und Schamgefühl verbunden ist, jemanden zwischen die gespreizten Beine blicken zu lassen und man unentschlossen ist, ob fremde Finger, die sich in intimere Körperöffnungen bohren, erregend oder verunsichernd sind.
Die „Verkaterung“ am nächsten Tag verwies darauf, dass wir es wohl doch nicht so langsam hatten angehen lassen, wie in dem Augenblick gedacht. Überempfindliche, teilweise verschorfte Brustwarzen, Striemen auf Brust und der Innenseite der Oberschenkel, Schwellungen am Po, sich sich langsam von harten Platten zu blauen Flecken umwandelten. Dazu: Grinsen im Gesicht – für meine Berechnung viel zu fröhlich und ein geplantes drittes Date in der Tasche.