4. Juni 2009...10:29

Sauber

Zu den Kommentaren

X. hat beschlossen, normal zu sein. Kein SM mehr, keine Affären, ich war vermutlich seine letzte, nach fünf Jahren. Es ist alles zu belastend und umständlich, weckt nur noch mehr Bedürfnisse und erhöht die moralische Diskrepanz. Stattdessen wird Sublimierung betrieben, Energie in andere Dinge investiert.

Es ist traurig und deprimierend, auch wenn ich weiß, dass ich nichts davon hätte, wäre es anders. Nur finde ich, sollte man diese Form von Selbstaufgabe nicht jetzt schon praktizieren, wo es doch kaum Verpflichtungen gibt. Und ich denke an seine Begeisterung und an die dunklen und gelassenen Blicke, als es mit uns gut lief.

2 Kommentare

  • Hm… sich SM entsagen, weil man Angst hat? Angst davor, zu weit gehen zu wollen? Dass der Schlüsselreiz immer höher und höher ansetzt?

    Ich glaube, das ist nicht der richtige Weg. Wer eine Neigung in sich hat, wird nicht glücklich damit, dass er sie einfach verdrängt. Das geht nicht gut. Es frisst Energie und Lebensfreude, frustriert einfach.

    Und wer eben diese Bedenken hat: Nun der zeigt doch deutlich, dass er eben doch zwischen richtig und falsch unterscheiden, Grenzen ziehen kann. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass der Trieb aus dem Ruder läuft für sehr gering, solange man sich selbst ehrlich gegenüber bleibt, Kommunikation mit dem Partner betreibt und dessen Signale ernst nimmt.

    Ich hoffe unbekannterweise, dass X. von seinem Vorhaben wieder absieht und sich seinen Wünschen und Bedürfnissen stellt.

  • Nein, das Problem ist bisschen komplizierter, eher ob man „nur“ für die eigene Sexualität eine ungewöhnliche Beziehung aufgibt oder sich zumindest nicht loyal verhält. Das kann man vermutlich so als Außenstehende_r nicht bewerten, höchstens die Situation bedauern.


Eine Antwort schreiben